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Koordinaten und Höhe

Die Position kommt als 35°40'12,5", die Karte will 35,670139, und eine Vermessungszeichnung spricht von X und Y. Manches davon sind nur verschiedene Schreibweisen derselben Sache. Anderes steht auf einem anderen Fundament, und eine Verwechslung versetzt Sie um Hunderte Meter.

Grad, Minuten, Sekunden und Dezimalgrad

Zwei Schreibweisen derselben Position. Minuten durch 60, Sekunden durch 3600, dann addieren: 35°40'12,5" ergibt 35 + 40/60 + 12,5/3600 = 35,670139°. Zurück multipliziert man den Nachkommateil zweimal mit 60.

In GNSS und in der Seefahrt begegnet Ihnen eine dritte Schreibweise: Grad und Dezimalminuten, ohne Sekunden. 3540.1234 bedeutet 35° 40,1234'. Bei der Breite sind die ersten zwei Ziffern Grad, bei der Länge die ersten drei.

3540.1234 als 35,40° zu lesen, ist hier der häufigste Fehler. Das versetzt Sie rund 30 km nach Süden.

Ein anderes Datum versetzt Sie um 400 Meter

Breite und Länge bedeuten erst dann etwas, wenn feststeht, welches Ellipsoid die Erde vertritt und wo es liegt. Diese Festlegung ist das Datum, und Länder haben es gewechselt.

Japan wechselte 2002. Derselbe Ort unterscheidet sich zwischen altem und heutigem Datum um etwa 12 Bogensekunden in Breite und Länge, am Boden also 400 bis 450 Meter.

Eine Koordinate aus einer alten Karte, einem alten Register oder einer alten Arbeit lässt sich daher nicht unbesehen in eine moderne Karte eingeben. Der Hinweis ist die Jahreszahl: Alles vor dem Wechsel verdient Misstrauen. Schweigt die Quelle, rechnen Sie einen bekannten Punkt um und sehen Sie, ob er richtig liegt.

Ebene Koordinaten und UTM

Breite und Länge sind Winkel auf einer gekrümmten Fläche, Strecken und Flächen lassen sich damit schlecht rechnen. Vermessung und Planung arbeiten deshalb in Metern auf einer Ebene.

Japan teilt das Land in 19 Systeme mit je eigenem Ursprung. Zwei Stolperstellen. X zeigt nach Norden, Y nach Osten, umgekehrt zum mathematischen Diagramm. Und dasselbe Zahlenpaar bedeutet in einem anderen System einen anderen Ort, eine Zeichnung ohne Systemnummer ist daher unbrauchbar.

Außerhalb Japans ist UTM üblich: Die Welt wird in 6-Grad-Längenstreifen geschnitten und jeder für sich abgewickelt.

Die Höhe des Empfängers ist nicht die Kartenhöhe

GNSS misst die Höhe über dem Ellipsoid, der mathematischen Fläche des Datums. Karten drucken die Höhe über dem mittleren Meeresspiegel. Der Unterschied zwischen beiden Flächen ist die Geoidhöhe, und in Japan beträgt sie 30 bis 40 Meter.

Höhe über NN = ellipsoidische Höhe − Geoidhöhe

Der Unterschied ändert sich von Ort zu Ort, ein fester Betrag lässt sich nicht abziehen. Nationale Stellen veröffentlichen ein Geoidmodell, und Umrechnungssoftware liest es.

Ob Ihr Empfänger das eine oder das andere zeigt, hängt vom Gerät und seinen Einstellungen ab. In NMEA sind beide getrennte Felder: Behalten Sie beide, dann stehen Sie später nicht an.

Fehler, die richtig aussehen

Breite und Länge vertauscht. In Japan läuft die Breite von 20 bis 46, die Länge von 122 bis 154; außerhalb sind sie verdreht.

Vorzeichen vergessen. Süd und West sind negativ. Wer nur mit Inlandsdaten arbeitet, merkt es nie.

X und Y in ebenen Koordinaten vertauscht. Nord und Ost tauschen den Platz.

Ellipsoidische Höhe als Höhe über NN verwendet. Dreißig bis vierzig Meter Fehler, und jede Zahl sieht weiterhin plausibel aus.

Jeder dieser Fehler liefert Werte, die richtig aussehen. Setzen Sie deshalb nach jeder Umrechnung einen Punkt auf eine Karte und schauen Sie hin. Eine einzige Prüfung fängt sie alle.