Auf dem Mars steht ein Rover, der die Luft noch immer an jedem Sol misst. Dies sind seine Zahlen, keine Schätzung.
Die Luft auf dem Mars beträgt weniger als ein Prozent der irdischen. Dünne Luft hält kaum Wärme, der Boden erwärmt sich in der Sonne rasch und verliert nach Einbruch der Dunkelheit alles wieder. Ein einziger Tag kann über sechzig Grad schwanken.
Die Bodentemperatur schwankt noch stärker als die Lufttemperatur, denn was die Sonne erwärmt, ist die Oberfläche selbst. Deshalb stimmen die beiden Zeilen oben selten überein.
Der Druck steigt und fällt einmal pro Marsjahr, während Kohlendioxid im Winter an den Polkappen gefriert und im Sommer in die Atmosphäre zurückkehrt. Etwa ein Viertel der gesamten Atmosphäre nimmt an diesem Kreislauf teil.
| Durchschnittstemperatur | etwa -63 °C für den ganzen Planeten |
|---|---|
| Höchster Messwert | etwa +20 °C, nahe dem Äquator mittags im Sommer |
| Tiefster Messwert | etwa -140 °C, am winterlichen Pol |
| Luftdruck | etwa 600 bis 1.000 Pa, rund 0,6 % des irdischen |
| Länge eines Tages | 24 Stunden 39 Minuten 35 Sekunden (ein Sol) |
| Länge eines Jahres | 687 Erdtage |
Zwei Orte auf derselben Breite können nachts unterschiedlich warm sein, und der Grund ist, woraus der Boden besteht. Fels hält die Wärme des Tages und kühlt langsam ab. Staub und Sand geben sie fast sofort her.
Mars Odyssey zeichnet diesen Unterschied seit 2001 im Infraroten auf. Auf der Karte von KUON MARS lässt sich diese Ebene einschalten: Das Helle ist Fels, das Dunkle ist Staub.
Es ist kein Temperaturwert — das veröffentlichte Mosaik ist nur eine visuelle Darstellung — aber es sagt etwas, das die Höhenkarte nicht sagen kann.