KUON GEO

Die Philosophie von KUON GEO

Behutsam wachen.

Älter zu werden heißt, Stolz und Unruhe im selben Herzen zu tragen.

Was gestern gelang, will heute nicht mehr recht gelingen. Wer dieses kleine Stolpern zuerst bemerkt, ist immer der Mensch selbst.

Es gibt Menschen, die ein leises „Was wäre, wenn“ still in sich tragen, ohne es je auszusprechen.

Das bisherige Wachen hat oft genau diesen Stolz verletzt.

„Du hast Demenz, also trage das.“ — In dem Moment, in dem einem Menschen ein Werkzeug der Überwachung in die Hand gedrückt wird, ist er nicht mehr jemand „Beschützter“, sondern jemand „Verwalteter“.

Jemanden dazu zu bringen, seine Selbstachtung gegen Sicherheit einzutauschen — das ist kein Wachen.

Deshalb haben wir es von der anderen Seite gedacht.

Nicht zur Überwachung, sondern für die Beruhigung des Menschen selbst. Nicht in die Hand gedrückt, sondern selbst gewählt und getragen.

Es ist kein Ortungsgerät. Es ist ein Talisman zum Behalten.

Beim Hinausgehen nimmt man ihn still mit. Selbst wenn man sich verirrt, wird jemand es bemerken. Wir geben diese stille Beruhigung in die Hände des Menschen selbst zurück.

Es selbst zu wählen und selbst zu tragen — dieser eine Punkt schützt die Selbstachtung. So kann selbst jemand im frühesten Stadium der Demenz nicht „ein Mensch, dem etwas aufgedrängt wird“, sondern „ein Kunde, der selbst wählt“ sein.

Dieser Ablauf lässt sich nicht am Schreibtisch entwerfen.

In den langen Tagen der häuslichen Pflege gibt es ein Gefühl, das nur jene kennen, die weiter neben jemandem saßen. — Während man die Sicherheit schützt, gibt es etwas, das man niemals nehmen darf. Das ist der Stolz.

KUON GEO entstand aus diesem Gefühl an der Front.

Eine Position zu bestimmen ist nicht bloß eine Koordinate.

„Du bist hier.“ Das heißt „du hast dich nicht verirrt“, „über dich wird richtig gewacht“.

Die Zentimetergenauigkeit ist nicht da, um die Überwachung zu verschärfen, sondern um dieses „hier bist du“ gewiss zu machen.

Eine Existenz zu definieren heißt, diese Existenz zu bejahen.

Die Hände, die einen Menschen stützen, sind zwei: die Hand der Familie und die Hand der Stadt (der Gesellschaft).

Wir bringen dieses behutsame Wachen zu den Familien und dann zum kommunalen Wachen. Wenn zwei Hände denselben Menschen stützen, wird das Wachen zum ersten Mal lückenlos.